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Geschichte

Der Name "Hinterzarten"                                                         

Hinterzarten wird erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Der Ort erscheint dort im „Rotulus Sanpetrinus“, dem Schenkungsverzeichnis des Klosters St. Peter. Damals ist allerdings nur von einer Schenkung einer Hufe beim Dorfe Zarten (apud villam Zartun) an das Schwarzwaldkloster die Rede.

 

Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts hat sich die Namensform Hinterzarten durchgesetzt. Die Namensbildung ist wohl durch Zusammenziehung des früheren Vogteinamen „Hinter der Straß in der Zarten“ erfolgt.

 

Zwischen 1708 und 1750 taucht die heutige Schreibweise "Hinterzarten" auf. Vermutlich gab der Bachnamen "Zartenbach" der Kirche und dem Ort den Namen.

 

 

Die verschwundenen Seen

Die gewaltigen Gletscher der Eiszeit haben rund um Hinterzarten Seen ausgeschliffen, die bis heute fast alle verlandet und zu Hochmooren geworden sind, nur der Titisee ist geblieben. Die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt im Hinterzartener Moor, im Seebachtal ist am besten durch eine geführte Wanderung zu entdecken - die interessante Fauna und Flora auf dem Moorlehrpfad, beginnnend beim Gemeindebauhof. Das Hochmoor ist eines der am besten erhaltenen Hochmoore Mitteleuropas, ein Juwel im "Naturpark Südschwarzwald".

 

 

Maria in der Zarten

Im Jahre 1460 wurde der Grundstein zur heutigen katholischen Kirche gelegt, die um 1600 das Langhaus nach Westen hin erhielt und der in den Jahren 1722 bis 1734 der Chor angefügt wurde. Auch diese erweiterte Kirche wurde zu klein. 1962 wurde wiederum erweitert: Turm, Chor und Barockaltäre wurden erhalten, das Langhaus abgerissen und druch neue achteckige Halle ersetzt. Dieser schöne neuzeitliche, aber in die Landschaft passende Kirchenbau entstammt einem Architektenwettbewerb.

St. Jakob

 

1935 wurde die evangelische Kirchengemeinde gegründet. Die evangelische Gemeinde erhielt 1938/39 eine kleine Kirche. Diese dient heute als Gemeindehaus, nachdem 1962/63 eine neue Kirche -mit den Glasfenstern von Meister Hartung- gebaut wurde.

Höllentalbahn

 

1887 wurde die Höllentalbahn dem Verkehr übergeben. Diese Bahn war als Lokalbahn für den Touristenverkehr und nicht als Durchgangsbahn gebaut worden. Sie brachte damals Hinterzarten eine Verdoppelung der Gäste- und Übernachtungszahlen. Während der Bauzeit der Höllentalbahn von 1884 an wurden das Gasthaus "Zum Bahnhof" (heute "Schwarzwaldhof") und die Gastwirtschaft "Zur Linde" gebaut. In der Zeit des 100-jährigen Jubiläums im Jahre 1987 wurde politisch um den Erhalt der Höllentalbahn gekämpft. Die Höllentalbahn erhielt eine neue Blütezeit. Moderne und komfortable Doppelstockwagen verkehren auf dieser höchsten Bahnstrecke der Bahn AG.

 


Zeittafel

 

1148

  • Gründung von Hinterzarten
  • Weihung der St. Oswaldskapelle – älteste Pfarrkirche des Hochschwarzwalds, am Eingang zur Ravennaschlucht gelegen.

 

1200

  • Rodung und Besiedlung von Neuland durch Bauern
  • ab dem 13. Jahrhundert beliebter Wallfahrtsort
  • Quelle im "Schwefelmätlle" verspricht heilende Wirkung bei Augenleiden

 

1347

  • Rößlehof (heutige Földiklinik) große Landwirtschaft; später Pferdewechselstation der Landpost

 

1416

  • Im "Zartenwirtshaus" (heutiges "Parkhotel Adler"): Uhrenträger treffen sich zur Jahresrechnung am Morgen des Neujahrstages

 

1680

  • Ende des 17. Jh. erfolgte der Zuzug der Glashändler

 

1755

  • Saumpfad durch das Höllental zu Güter- und Postweg wurde ausgebaut

 

1850

  • erste Sommerfrischler kommmen nach Hinterzarten

 

1867

  • 119 Ankünfte, 1.200 Übernachtungen (im Jahr 2013: rd. 541.000 Übernachtungen)

 

1870

  • Ende des 19. Jh. kommt das Uhrmacherhandwerk nach Hinterzarten. Die "Jockelesuhr" von 1870 ist im Uhrenmuseum Furtwangen zu besichtigen

 

1887

  • Mit der Eröffnung der Höllentalbahn als Touristikbahn wird der Hochschwarzwald für den Fremdenverkehr erschlossen

 

1923

  • Bau der Kirchwaldschanze

 

1924

  • Bau der Adlerschanze (der Umbau zur Mattenschanze erfolgte in den Jahren 1980-82)

 

1964

  • Auszeichnung als "Heilklimatischer Kurort"
  • "Földiklinik" weltbekannt als Fachklinik für Lymphologie
  • "Klinik in der Zarten", Klinik für Innere Medizin, Psychotherapie und Naturheilverfahren
  • Knotenausbau der Bundesstraße 31/Kreisstraße

 

1997

  • Eröffnung des Schwarzwälder Skimuseums im Hugenhof
  • Umbau und Modernisierung zum Adler-Skistadion

 

2000

  • Anlegung eines Naturerlebnispfades

 

.......natürlich ist bei uns die Zeit nicht stehen geblieben! Wir sind derzeit dabei die bedeutenden Entwicklungsschritte unserer Gemeinde in den letzten 15 Jahren aufzubereiten und an dieser Stelle zu ergänzen. Schauen Sie in Kürze wieder vorbei.