Gemeinde 
Hinterzarten

...lebenswert... liebenswert

 

 

 

Klimaschutz im Alltag

Viele Aktivitäten und Entscheidungen im Alltag beeinflussen das Klima und haben Auswirkungen auf die Treibhausgasbilanz durch Emission von CO2-Äquivalenten. Durchschnittlich emittiert ein*e deutsche*r Staatsbürger*in jährlich etwa 10,3 Tonnen CO2 Äquivalente. Diese können sich ganz unterschiedlich zusammensetzen und hängen unter anderem von der Art des Wohnens, dem Strombezug und evtl. eigener Energieproduktion (Photovoltaik, Solarthermie etc.), von der Mobilität und dem Reiseverhalten, sowie dem Konsumverhalten und der Ernährung ab. Ökologisch verträglich und nachhaltig wäre ein deutlich geringerer Wert (unter einer Tonne CO2-Äq.).

Dabei gilt ganz simpel: Wer bewusst versucht, Energie zu sparen, kann damit sowohl den Geldbeutel schonen, als auch Treibhausgasemissionen sparen. Einige Ideen für Klimaschutz in verschiedenen Bereichen im Alltag sind zum Beispiel:

 

Wohnen

  • Die Beleuchtung auf LED umstellen: damit kann bis zu 80% des Stromverbrauchs gespart werden

  • bei Elektrogeräten auf Energieeffizienz achten (A-G)

  • Ökostrom beziehen: Hierbei kann auf den Neuanlagenanteil geachtet werden. Dabei werden neue Anlagen für die Produktion erneuerbarer Energie gefördert

  • Fenster nicht kippen, sondern stoßlüften

  • Bei Nichtnutzung elektrische Geräte ausschalten, nicht nur auf Stand-by-Modus

  • Eco-Programme nutzen (z.B. Spülmaschine oder Waschmaschine);

  • Im Bereich Gebäudesanierung:

    • Fassaden isolieren,

    • Fenster abdichten

  • Für Eigentümer*innen: Eigenstromproduktion, durch PV-Anlagen auf dem Dach oder Balkonkraftwerke. Einen Beitrag zur Wärmegewinnung können auch Solarthermie Installationen auf dem Dach leisten.

    • Für genauere Informationen zum Potenzial für Erneuerbare Energien vor Ort gibt der Energieatlas BW Auskunft:

  • Heizung: Sie haben noch eine alte Gasheizung? Vorsicht! Bald muss diese Anlage (teilweise) durch eine Erneuerbare Wärmeproduktion ersetzt werden. Weitere Infos:

 

Mobilität

  • Wenn möglich, Distanzen mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn zurücklegen,

  • E-Autos eine Chance geben: E-Mobilität

  • Car-Sharing Angebote nutzen: Stadtmobil Südbaden bietet Carsharing auch im Hochschwarzwald an.

  • Mitfahrgelegenheiten gründen und zusammen z.B. zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, anstatt jeder einzeln. Schont das Klima und den Geldbeutel!

  • ÖPNV nutzen: mit Bus und Bahn unterwegs

    Busfahrplan 7216

  • Wenn möglich, Fliegen vermeiden, sonst kann man auch den Flug kompensieren und Klimaschutz Aktivitäten unterstützen.

 

Nachhaltiger Konsum

  • Dinge leihen/ verliehen: nicht immer muss man alles neu kaufen, vor allem nicht, wenn man es vielleicht kaum benutzt. Vielleicht kann ja ein*e Nachbar*in/ Freund*in oder Bekannte*r etwas ausleihen...?

  • Kleidertauschpartys: wenn jede*r etwas mitbringt, das er/sie nicht mehr trägt, bekommen manche Teile noch mal ein neues Leben mit einem/*r neuen/*r Besitzer*in. Spart Geld und Ressourcen!

  • Kleidung und Möbel auch mal Second-Hand kaufen, z.B. über Kleinanzeigen oder lokale Second-Hand Shops.

  • Labels und Zertifizierungen beachten, z.B. GOTS, OEKO TEX, Fairtrade, EU-Ecolabel usw.

  • Reparieren lernen: wenn etwas kaputt ist, muss es nicht immer durch etwas Neues ersetzt werden. Viele Online Videos und Tutorials stehen zur Verfügung, um beim Reparieren zu helfen.

  • Lokale Produktion unterstützend (Direkterzeugermärkte): Anstatt langer Transportwege, findet man auf lokalen Märkten Lebensmittel aus der Region. So fördert man die lokale Produktion und vermeidet lange Schiff-/ Flugstrecken.

  • Einwegverpackungen möglichst vermeiden

  • Plastik reduzieren: viele frische Lebensmittel halten sich besser ohne Plastik Verpackung

  • Recycling& Upcycling: was für andere nur Müll ist, kann oft eine neue Anwendung bekommen. Die alte Jeans oder ein ausrangierter Kissenbezug können beispielsweise zur Einkaufstasche umfunktioniert werden. Wer gerne bastelt findet vielleicht hier noch ein paar Tipps:

  • konsequente Mülltrennung hilft beim Recycling und der Wiederverwendung

 

Ernährung

  • Auf Regionalität und Saisonalität von Produkten achten

  • Überwiegend pflanzliche Ernährung hat (meist) einen positiven Einfluss aufs Klima und die Gesundheit

  • auf Siegel (z.B. „blauer Engel“, WWF, Demeter, Bioland, MSC) achten

 

Begrünung

  • Grün-Oasen statt Steingärten

  • Heimische Arten pflegen und einsetzen

  • Entsiegelung: hilft bei der Versickerung, reduziert die Hitzewirkung und bietet Flora und Fauna Lebensraum

 

Quellen und weiterführende Informationen

 

 

 

Sogenannte Fußabdrucks-Rechner (ökologisch, CO2/ Klimarechner) können dabei helfen, den individuellen Einfluss auf die Natur und die Klimaveränderung einzuschätzen. Mithilfe von Web-Anwendungen wie etwa von WWF kann man anhand mehrerer Fragen das eigene Umwelt- und Konsumverhalten evaluieren und reflektieren und bekommt anschließend eine Einschätzung des persönlichen „Fußabdrucks“, inklusive Tipps und Verbesserungsvorschläge. 

 

Hier geht’s zu zwei möglichen Klima-/ Fußabdrucks Rechnern:

WWF-Klimarechner: Ihren CO2-Fußabdruck berechnen

Ökologischer-Fußabdruck-Rechner – ClimateHero